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| Chemnitzer "Living Lab" untersucht, wie Menschen unterschiedlichen Alters sich ein vernetztes Leben in Zukunft vorstellen

SmartHome ja, digitale Überwachung nein

SmartHome ja, digitale Überwachung nein

SmartHome ja, digitale Überwachung nein. Das Chemnitzer „Living Lab“ untersucht, wie sich Menschen unterschiedlichen Alters ein vernetztes Leben in Zukunft vorstellen. Getragen wird das Projekt von der TU Chemnitz.
Sensorgesteuerte Bewässerungsanlagen für Balkonpflanzen, Briefkästen, die Füllstände messen,  Kühlschränke, die automatisch beim Händler Nachschub ordern, in der Wohnung verteilte Sensoren, die Körperfunktionen überwachen, um bei Auffälligkeiten den Hausarzt zu alarmieren – alles technisch machbar. Nur soll es auch gemacht werden?

Digitalisierung sollte nicht um ihrer selbst willen geschehen. Welche Innovationen werden Menschen künftig nützen – und in welchem Umfang? Was macht Sinn, was nicht? Solche Fragen bilden den Ansatz für eine interdisziplinäre Nachwuchsforschergruppe aus zwei Designern, einem Ingenieurwissenschaftler, zwei Informatikern und einem Soziologen. Geforscht wird in einem „Living Lab“, aufgebaut in der Chemnitzer Innenstadt seit Juni.  100 Chemnitzern jeden Alters sind in Workshops, Vorträgen und Gruppendiskussionen aufgefordert, ihre Interessen zu erklären.

Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Vorhaben mit 2,5 Millionen Euro. Das Projekt läuft fünf Jahre.

Erste befunde: gerade für Senioren könnte SmartHome Entlastung bedeuten. Viele erkennen die Chance, mittels Digitalisierung tatsächlich bis zum Lebensende in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Manches ist ihnen aber auch unheimlich. Totalüberwachung wolle niemand, berichten die Forscher. Zudem wolle man die Kontrolle behalten. Automatismus wird interpretiert als „Ausgeliefert sein“:

Die Forscher setzen bei ihren Simulationen ausgerechnet auf eine prädigitale Innovation:  Mittels Legosteinen wird Smart Home vorgeführt. (Bild: CoLab)

https://colab-chemnitz.de/kooperation-colab-living-lab-chemnitz

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