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| Begleiterscheinungen sind Familienstress und Erschöpfung

Arbeitnehmer beurteilen Digitalisierung mehrheitlich positiv

Arbeitnehmer beurteilen Digitalisierung mehrheitlich positiv

Die Mehrheit der Arbeitnehmer beurteilt die Digitalisierung positiv. Das geht aus einer Studie der Universität St. Gallen hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Aber sie führt auch zu unerwünschten Begleiterscheinungen. Die ständige Erreichbarkeit belastet das Familienleben.

Und macht nicht gesünder: Die Befragten klagen über Einschlafschwierigkeiten, Kopf- und Rückenschmerzen sowie emotionaler Erschöpfung: 18 Prozent aller Konflikte zwischen Arbeit und Familie hingen mit der Digitalisierung zusammen. Insgesamt 23 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich durch ihre Arbeit ausgebrannt fühlten.

Gleichwohl: die Mehrheit der Befragten befürwortet den Eintritt in Abreit 4.O und Industrie 4.0. Sogar 51% der 60plus äußern sich positiv.  Der digitale Wandel ist in allen Altersschichten und Berufsgruppen angekommen.

Immerhin 46% der 60plus schätzen, dass die Digitalität sie produktiver macht – bei den unter 30jährigen sind es sogar 59%.

Die Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Technik nimmt dabei mit zunehmendem Alter ab: Während soch in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen 27 Prozent sorgent, sind es bei den über 60-Jährigen – klar – nur noch 12 Prozent.Kann ja in dem Alter auch nicht mehr viel passieren.

Spitzenreiter beim sogenannten Digitalisierungs-Score sind laut Studie IT- und naturwissenschaftliche Berufe mit 62 Prozent. Schlusslicht sind Reinigungsberufe mit immerhin noch 37 Prozent.

Den unerwünschten Begleiterscheinungen könne abgeholfen werden: „Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte, Sport, Verzicht auf Diensthandy und Dienstcomputer in der Freizeit und eine gute Beziehung zur Führungskraft gehen einher mit verringerten Arbeits- und Familienkonflikten.“ empfiehlt Studienleiter Stephan Böhm bei der Vorstellung.

Für die Studie mit dem Titel „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“ wurden mehr als 8.000 deutsche Arbeitnehmer im Juli und August dieses Jahres befragt. Die Untersuchung entstand im Auftrag der Barmer GEK in Kooperation mit Bild am Sonntag sowie dem Projektpartner Deutsche Telekom.

presse.barmer-gek.de_Digitalisierungsstudie

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