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| Bundesminister de Maizière warnt auf Demografiekongress vor Ghettos

Aufnahme von Flüchtlingen kein Bestandteil der Demografiepolitik

Aufnahme von Flüchtlingen kein Bestandteil der Demografiepolitik

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist kein Bestandteil der Demografiepolitik. Berührungspunkte gebe es aber trotzdem, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière zur Eröffnung des Demografiekongress 2016, der Ende vergangene Woche in Berlin tagte.

Der Zuzug von Flüchtlingen habe daher keine Auswirkungen auf die aktive Demografiepolitik der Bundesregierung. „Wir nehmen keine Flüchtlinge auf mit dem Ziel, unser demografisches Problem zu lösen“, sagte er. Hier gehe es um Völkerrecht und humanitäre Hilfe. „Auf Krieg, Flucht und Vertreibung lässt sich keine Demografiepolitik aufbauen.“

Ohne Integration geht es nicht
Dennoch berühre die Migration die künftige Entwicklung Deutschlands, räumte der CDU-Politiker ein, der auch die Demografiestratgeie der Bundesregierung verantwortet. Integrationspolitik sei darum auch Demografiepolitik. „Der Wohlstand des Landes hängt auch von der Integration ab“, so de Maizière. Hier seien in der Vergangenheit Fehler gemacht worden, die sich nicht wiederholen dürften. In Städten gebe es Ghettos, wo nicht mehr Deutsch gesprochen werde und viele keine Arbeit hätten. Integration brauche aber Regeln.

Politik muss sich auf viele Szenarien vorbereiten
Wie Deutschland in 10 oder 20 Jahren dastehen wird, lässt sich nach Ansicht des Bundesinnenministers schwer vorhersagen. Viele Prognosen hätten sich als falsch herausgestellt. Durch die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen und die Zuwanderung sei der demografische Wandel anders ausgefallen als vor zehn Jahren vermutet. Daher müsse man viele Szenarien durchdenken und auf alles vorbereitet sein, so de Maizière. (Bild: youtube/BR24)

gesundheitsstadt-berlin.de

demografiekongress 2016

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