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| "Gastarbeiter" und ihre Nachkommen stellen das Gros

Ausländer ziehen in Großstädte und bleiben dort

Ausländer ziehen in Großstädte und bleiben dort

Neue Erkenntnisse über Zuwanderung hat das Demografieportal des Bundes veröffentlicht. Rund 9,1 Millionen Ausländer lebten 2015 in Deutschland. Das entspricht einem Anteil von 9,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Sie sind regional sehr unterschiedlich verteilt.

Vor allem in Großstädten und teilweise auch in dessen Umland ist der Ausländeranteil hoch. Die höchsten Werte weisen Offenbach am Main mit 33 Prozent sowie Frankfurt am Main mit 28 Prozent auf. Vergleichsweise wenige Ausländer leben demgegenüber in ländlichen Räumen sowie generell in Ostdeutschland. In zahlreichen ostdeutschen Landkreisen haben weniger als 2 Prozent der Bevölkerung keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Ausländer zieht es traditionell überwiegend in Städte, weil sie hier leichter einen Arbeitsplatz finden oder studieren können. Im Gegensatz zu deutschen Bürgern bleiben sie mit steigendem Wohlstand häufig in den Städten wohnen und wandern seltener ins Umland ab – dies erhöht ihren Anteil an der städtischen Bevölkerung. Zudem ist die sogenannte Kettenwanderung von zentraler Bedeutung: Ausländer gehen dorthin, wo schon Verwandte, Freunde oder andere aus ihrer Nation leben. Dies führt zu einer Konzentration auf bestimmte Orte und Regionen.

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Einen hohen Anteil an schon sehr lange in Deutschland lebenden Ausländern haben vor allem jene Nationalitäten, die zwischen 1955 und 1973 als sogenannte „Gastarbeiter“ angeworben wurden und teils dauerhaft blieben. Dabei handelt es sich um Zuwanderer aus südeuropäischen Staaten, der Türkei und den Staaten des ehemaligen Jugoslawien. So leben die 1,5 Millionen Türken durchschnittlich bereits seit 28,1 Jahren in der Bundesrepublik. Mit 28,7 Jahren haben lediglich die die fast 182.000 Österreicher eine längere Aufenthaltsdauer.

In Folge des Bürgerkriegs gibt es mittlerweile rund 367.000 Syrer in Deutschland, die im Durchschnitt erst 1,8 Jahren hier sind. Einen hohen Anteil an Ausländern mit einer relativ kurzen Aufenthaltsdauer haben zudem Nationalitäten, die in den letzten Jahren im Rahmen der eingeführten Arbeitnehmerfreizügigkeit aus ost- und südosteuropäische EU-Staaten wie Polen oder Rumänien zugewandert sind beziehungsweise aufgrund der Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise aus südeuropäischen Staaten wie Spanien. Ein hoher Anteil an kurzen Aufenthalten kann aber auch Ausdruck einer generell kurzen Verweildauer in Deutschland sein, zum Beispiel wenn sich der Aufenthalt wie im Fall von vielen Chinesen auf das Studium beschränkt. (Bild: Demografieportal)

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