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| 18 Millionen Euro Fördergelder stehen bereit

Bildungsministerium will mehr Forschung zu Flucht, Migration und Integration

Bildungsministerium will mehr Forschung zu Flucht, Migration und Integration

Flucht, Migration und Integration bilden Mittelpunkt neuer Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Mehr forschen sollen insbesondere der Geistes- und Sozialwissenschaften. Das BMBF stellt rund 18 Millionen Euro bereit.

„Wir brauchen für dieses komplexe Themenfeld dringend weitere Expertise aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Wir wollen vorhandenes Wissen über Flucht und Migration besser verfügbar machen, die Datengrundlage über Flüchtlinge in Deutschland verbessern und gezielt den Blick auf die gesellschaftlichen Folgen der Zuwanderung richten. Eine wichtige Rolle spielt bei allen Maßnahmen immer auch die Vermittlung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in Politik und Gesellschaft“, sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Migration und gesellschaftlicher Wandel
Unter der Überschrift „Migration und gesellschaftlicher Wandel“ ruft das BMBF Wissenschaftler dazu auf, den durch Migration angestoßenen gesellschaftlichen Wandel zu erforschen. Betrachtet werden sollen Fragen zu Auswirkungen der Migration auf Wertediskussionen, Geschlechterrollen, Kultur, Sprache oder Religion. Weiter soll untersucht werden, welchen Einfluss Migration auf gesellschaftliche Institutionen in Bereichen wie Bildung, Arbeit, Gesundheit, Verwaltung oder Politik hat, und wie sich öffentliche und private Organisationen diesen Entwicklungen stellen. Besonders wichtig: der „Anwendungsbezug“. Das BMBF stellt für „Migration  und gesellschaftlicher Wandel“ insgesamt zwölf Millionen Euro bereit.

Flucht – Forschung und Transfer
Im Projekt „Flucht – Forschung und Transfer. Flüchtlingsforschung in Deutschland“ werden Erkenntnisse zusammengetragen und in einer Forschungslandkarte sichtbar gemacht. Zudem werden Ergebnisse zu politisch relevanten Fragen, etwa nach Fluchtursachen oder Herausforderungen der Integration, zusammengeführt und für den Wissenstransfer in Politik, Verwaltung, Medien und Gesellschaft aufbereitet. Das mit 700.000 Euro geförderte Projekt ist im Sommer gestartet und wird vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück und dem Internationalen Konversionszentrum Bonn (BICC) Bonn umgesetzt.

Verbesserung der Datengrundlage
Zur Verbesserung der Datengrundlage zur Situation geflüchteter Menschen ist im Juli die Längsschnittuntersuchung „Geflüchtete Familien“ (GeFam-Studie) gestartet. Die mit 5,5 Millionen Euro geförderte und auf drei Jahre ausgelegte Studie umfasst die Befragung von rund 1600 Familien, die mit ihren Kindern oder anderen minderjährigen Familienangehörigen zwischen Anfang 2013 und Anfang 2016 in Deutschland Schutz gesucht haben. Die GeFam-Studie ergänzt die Anfang 2016 gestarteten „IAB-BAMF-SOEP Stichprobe“, bei der rund 2000 erwachsene Flüchtlinge zu ihrer Lebenssituation in Deutschland befragt werden.

bmbf.de_mehr-forschung-zu-flucht-migration-und-integration

flucht-forschung-transfer.de

 

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