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| Wegweiser Kommune unternimmt neue Vorrausberechnung

Bis 2030 fehlen 353 000 Pfleger

Bis 2030 fehlen 353 000 Pfleger

„Wegweiser Kommune“ hat erneut bundesweit eine Vorausberechnung von Pflegebedürftigkeit vorgenommen. Sie beinhaltet für alle Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland eine Vorausberechnung bis zum Jahr 2030 über die Zahl der Pflegebedürftigen, zur Inanspruchnahme von Pflegeeinrichtungen und zu personellen Versorgungslücken.

Die Daten liefern Grundlagen für eine differenzierte Planung vor Ort, sowie kommunale Handlungskonzepte und Praxisbeispiele.

Fazit: Bis 2030 fehlen 353.000 Pfleger, davon rund ein Viertel im ambulanten und drei Viertel im stationären Bereich. „Diese Lücke speist sich zu gut einem Fünftel aus einem Rückgang der Erwerbsbevölkerung und zu vier Fünfteln aus einer Zunahme der Zahl der Pflegebedürftigen.“

Entwicklung regional unterschiedlich
Die Entwicklung ist regional unterschiedlich. In Brandenburg wird es deutlich mehr Pflegebedürftige geben, als etwa in Hamburg oder Bremen. Pfleger widerum fehlen vor allem in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, dafür müssen sich Hamburg oder Bremen weniger sorgen. Faustformel: Je ländlicher die Region, desto weniger Pfleger.

Pflegeberuf zu wenig attraktiv
Die Bertelsmann Stiftung empfiehlt – wenig überraschend – der Politik, eine „Verbesserung der Attraktivität des Pflegeberufes durch verbesserte Arbeitsbedingungen, höhere Entlohnung und vermehrte Aufstiegschancen“. Letzteres vor allem, will man mehr Männer für den Job gewinnen.

Ambulante Pflege mehr fördern
Dazu solle die Förderung der weniger personalintensiven ambulanten im Vergleich zur stationären Versorgung ausgebaut werden. Derzeit werden bei der Versorgung pro Pflegebedürftigem zuhause unter Einschluss formeller Pflege 0,346 Beschäftigte eingesetzt. Für stationär versorgte Pflegebedürftige liegt dieser Anteil mit 0,642 Beschäftigten annähernd doppelt so hoch, mit großen regionalen Unterschieden.

Für das Jahr 2030 rechnet Bertelsmann Stiftung mit 3,48 Millionen Pflegebedürftigen, von denen 45% in reiner Angehörigenpflege und 55% unter Einbezug professioneller Pflegekräfte versorgt werden. Somit sei es erforderlich, für insge- samt 1,92 Millionen Pflegebedürftige professionelle Pflege bereitzustellen.

bertelsmann-stiftung.pdf

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