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| Altenhilfestrukturen sollen verstärkt werden

Bundeskabinett verabschiedet siebten Altenbericht

Bundeskabinett verabschiedet siebten Altenbericht

Das Bundeskabinett hat den Siebten Altenbericht „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“ beschlossen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Voraussetzungen vor Ort zu schaffen sind, damit „ein gutes Leben und gesellschaftliche Teilhabe im Alter“ möglich sind.

Themen sind unverändert die kommunale Verantwortung der Daseinsvorsorge, lokale Hilfestrukturen, Gesundheitsversorgung und Pflege sowie Wohnen im Alter.

Unterschiedliche Entwicklung der Kommunen erfordert Handlung
Gerade wegen unterschiedlicher Entwicklungen in den Kommunen bestehe Handlungsbedarf, so das Bundesseniorenministerium (BMFSFJ). So stelle sich in  ländlichen und strukturschwachen Regionen angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen und der Abwanderung junger Menschen die Frage, wie regionale Daseinsvorsorge sichergestellt werden kann. Hinzu kommt eine Vielzahl von Gemeinden, die sich vor allem angesichts finanzieller Engpässe kaum mehr in der Lage sehen, die angestrebten Ziele umzusetzen.

Die Bundesregierung hält es für wichtig, bundesweit Altenhilfestrukturen verstärkt auszubauen.

Kommission gibt konkrete Empfehlungen
Die interdisziplinär zusammengesetzte Siebte Altenberichtskommission unter der Leitung von Professor Andreas Kruse (Heidelberg) hatte den Auftrag, Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Seniorenpolitik in den Kommunen zu erarbeiten.

Der Siebte Altenbericht der Bundesregierung wird nach seiner Veröffentlichung zum Download auf den Seiten des Deutschen Bundestages zur Verfügung stehen.

65plus auf 17 Millionen gestiegen
Hintergrund: Zwischen 1990 und 2014 hat sich die Zahl der Menschen ab 65 Jahren bundesweit um rund 5,2 Mio. auf 17,1 Mio. erhöht. Das entspricht einem Anstieg von 43 Prozent. Die Gesamtbevölkerung wuchs dagegen im gleichen Zeitraum nur um 1,8 Prozent.

Waren 2014 noch 27 Prozent mindestens 60 Jahre alt (rund 22 Mio. von insgesamt rund 81 Mio.), werden es 2030 voraussichtlich 35 Prozent (rund 28 Mio.) sein. Auch danach wird der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung weiter wachsen: 2050 werden es voraussichtlich 38 Prozent jenseits der 60 sein.

2014 lebten gut 4,5 Mio. Menschen 80 plus in Deutschland, ihre Zahl wird in den kommenden Jahrzenten kontinuierlich steigen und 2050 etwa 9,9 Mio.

Noch 85 Prozent der Menschen ab 85 Jahren leben heute im eigenen Haushalt.

siebter-altenbericht.de

 

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