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| Herausgekommen ist vor allem Langeweile

DBJR legt seinen Forderungen für eine jugendgerechte Demografiepolitik vor

DBJR legt seinen Forderungen für eine jugendgerechte Demografiepolitik vor

Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) hat die Ergebnisse seiner Umfrage für eine jugendgerechte Demografiepolitik (DW) in einer Broschüre zusammengefaßt- Titel: „Jugendliche wollen bei den sie betreffenden Themen mitbestimmen. Wir wollen gewählte Vertretungen, attraktivere  Jugendparlamente, mehr kontinuierliche Beteiligung, gesicherte  Ressourcen und tatsächliche Entscheidungsbefugnis!“

Will meinen: Das Wahlrecht solle entsprechend verändert werden. „Dafür wünschen sie sich Handywahlen, kürzere Wahlperioden, mehr Bürgerentscheide und die Senkung des Wahlalters.“

Das ist leider aber auch schon das Originellste, was man dem 18seitigen Forderungskatalog, markig überschrieben mit „#jungeThemen ERGEBNISSE DER BETEILIGUNGSRUNDE  DAS MUSS SEIN!  DEMOGRAFIEPOLITIK JUGENDGERECHT GESTALTEN“ entnehmen kann.

Ansonsten- gähnende Langeweile. Das soll „junges Denken“ sein? „Die Jugend“ reiht sich in ihren Forderungen brav ein in das bekannte WünschDirwas des sozialen Gewissens: Jugend auf dem Land will mobil sein, man will mehr Räume für sich, „Freiräume zur Gestaltung“ inklusive, gerne Digitalausbau und „nahe Verwaltung“. Alles sollen fit und gesund bleiben, Bildung für jeden, Arbeit auch. Letztere solle sich bitte lohnen („Mindestlohn“), wobei sie doch nur das „halbe Leben“ ist, denn Work-Life-Balance soll schon sein. Jeder der mag, darf in Deutschland „unbürokratisch ankommen“, gleiche Chancen für Flüchtlingsjugendliche, weltweit Abschaffung des Waffenhandels, Fair Traide, Umwelt schützen, Wohlstand für alle, tralala. Finanzieren soll das bitte auch jemand, wer, wird sicherheitshalber nicht erwähnt.

Klar, wer wünscht sich das nicht? Nur, was solls?

Der DBJR hätte sicher immerhin die Mühe machen können, das Ganze mal zu gewichten. Hat er aber nicht.

Könnte daran liegen, dass der DBJR bei der Befragung der „Jugend“ von Januar bis August vorzugsweise bei den Funktionären der  eigenen Mitgliedsverbände gelandet ist, wie „jung“ diese auch immer sein mögen. Dazu die Antworten sicherheitshalber schon mal vorstrukturiert hat. Repräsentativität null.

Mit derartiger Kreativität wird DIE Jugend aber wohl nur wenig Gehör finden. Da sind andere lauter.

ichmache-politik.de_Das-muss-sein-Ergebniszusammenfassung.pdf

DW: dbjr-laesst-ueber-demografie-politik-abstimmen

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