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| Forscher fordern Demografie-Fonds

Demografischer Wandel bringt 18 Milliarden Euro weniger Steuern

Demografischer Wandel bringt 18 Milliarden Euro weniger Steuern

Der demografische Wandel wird die Steuereinanhmen bis 2035 um 18 Milliarden Euro verringern. Die Zahl der Steuerzahler wird nach 2023 drastisch sinken. Das rechnet jetzt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vor.

Denn Senioren haben im Schnitt geringere Einkommen haben als Erwerbstätige.

Das Verhältnis von Rentnern zu Berufstätigen steigt im gleichen Zeitraum aber von derzeit 1:3 auf 1:2. Die Rentenausgaben klettern von aktuell 246 Milliarden Euro um über 14% auf 281 Milliarden Euro. Ab 2020 dürfte das den Bund 100 Milliarden Euro Rentenzuschuss kosten – aus Steuermitteln.

Doppelte Belastung für Gemeinwesen
Zu deutsch: Dem Gemeinwesen steht eine doppelte Belastung vor. Zum Einen erhöhen sich die Rentenausgaben drastisch, zum Anderen fallen Steuereinnahmen weg.

Dieser Aspekt wird allzu selten diskutiert, denn noch sprudelt die Steuerquelle – aufgrund von Nettozuwanderung und der guten wirtschaftlichen Lage. Beides wird aber nicht bleiben.

Endlich Staatsaufgaben priorisieren
Gegensteuern tut dringend Not. Die Politik muss die aktuellen Haushaltsüberschüsse nutzen, um Rücklagen für die kommenden Jahre zu bilden, etwa in Form eines Demografie-Fonds, fordert IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt. Damit könnten die finanziellen Folgen des demografischen Wandels abgefangen werden. Zudem müsse die Frage beantwortet werden, welche öffentlichen Leistungen die Gesellschaft langfristig benötigt und wie diese finanziert werden können.

„Die Zeit drängt“, erklärt Bardt. Die aktuelle hohe Nettozuwanderung verschiebe die negativen Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Steuereinnahmen zwar um einige Jahre. „Die Politik hat aber nur noch zwei Legislaturperioden Zeit, die Weichen so zu stellen, dass die simulierten Ergebnisse nicht Realität werden.“

Nicht gerade sinnvoll, dass Gewerkschaften und andere jetzt fordern, die Steuereinnahmen zur weiteren Rentenfinanzierung stärker heranzuziehen. Das bedeutet am Ende des Tages nur linke Tasche, rechte Tasche. Aber beide Taschen sind leer.

iwkoeln.de_demografischer-wandel-zeit-zu-handeln

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