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| Warum bevorzugen Sparer jährliche Garantien?

DIA vergibt Zukunftspreis an Stefan Schelling und Jochen Ruß

DIA vergibt Zukunftspreis an Stefan Schelling und Jochen Ruß

Stefan Schelling vom Institut für Versicherungswissenschaften und  Jochen Ruß vom Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften, beide Ulm, erhalten für die Forschungsarbeit mit dem Titel „Multi Cumulative Prospect Theory and the Demand for Cliquet-Style Guarantees“ den DIA-Zukunftspreis 2016.

In dieser Arbeit beschäftigen sich Schelling und Ruß mit der Frage, weshalb jährliche Garantieformen in der privaten Altersvorsorge, entgegen den Resultaten der bisherigen wissenschaftlichen Literatur, so populär sind.

Bisher galt die Frage nach dem Endvermögen
Bisherige Theorien gehen davon aus, dass sich der Nutzen einer Kapitalanlage ausschließlich aus dem Endvermögen ergibt. Zwischenzeitliche Wertschwankungen haben demnach keinen Einfluss darauf, wie attraktiv ein Vorsorgeprodukt für den Sparer ist. Daher kommen frühere wissenschaftliche Untersuchungen übereinstimmend zu dem Schluss, dass Sparer stets Produkte mit endfälliger Garantie oder ohne Garantie gegenüber Angeboten mit jährlicher Garantie vorziehen müssten. Die Praxis der Altersvorsorge zeigt jedoch ein anderes Bild.

Sparer bevorzugen jährliche Garantieleistungen
Mit einem neuen Theorieansatz können die beiden Autoren die Nachfrage nach Produkten mit jähr­licher Garantie erklären und den Einfluss der zwischenzeitlichen Schwankungen auf die Wahrnehmung des subjektiven Nutzens zeigen. Ihre neue Theorie lässt sich auf eine Vielzahl von Produkten und Fragestellungen in der Kapitalanlage anwenden. „Gerade im Umfeld der Niedrigzinspolitik und den damit verbundenen Schwierigkeiten der Lebensversicherer bietet diese Arbeit wertvolle Denkanstöße für innovative, zukunftsweisende Anlageprodukte“, begründet Jurymitglied Michael Reeg die Entscheidung für den DIA-Zukunftspreis 2016. Die Erkenntnisse können helfen, Kundenwünsche in der privaten Altersvorsorge besser zu verstehen und einzuschätzen.

Der Zukunftspreis des Deutschen Institutes für Altersvorsorge (DIA), der jährlich vergeben wird, ist mit 5.000 Euro dotiert. Über die Vergabe entscheidet eine dreiköpfige unabhängige Jury, zu der Prof. Dr. Martin Werding, Ruhr-Universität Bochum; Michael Reeg vom Maklerunternehmen Hoesch & Partner sowie Prof. Dr. Christian Hagist, WHU – Otto Beisheim School of Management, gehören.

dia-vorsorge.de_zukunftspreis

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