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| Personalführung von Unternehmen muss variantenreicher werden - Rudolf Kast im Tagesspiegel

Die Babyboomer gehen

Die Personalführung der Unternehmen muss variantenreicher werden.  Diese Forderung erhebt Rudolf Kast, Vorsitzender der Demographie Netzwerkes ddn, Dortmund, jetzt in einem Beitrag für den Berliner Tagesspiegel. Die Führungskultur in vielen Unternehmens solle sich bemühen, die individuellen Zielvorstellungen der Beschäftigten stärker einzubeziehen, so Karst. Nur dann könnten diese die demografiebedingten Veränderungen in ihrer Belegschaft erfolgreich bewältigen.

Ideen gibt es genug. Kast nennt den Einsatz von Mitarbeitern über 50 gezielt für zukunftsorientierte Projekte, um deren Erfahrungsschatz zu nützen. Denkbar sei der Ausbau flexibler Arbeitszeitsysteme mit Langzeitkonten oder des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Arbeitnehmer sollten stärker in die Mitgestaltung der Rahmenbedingungen eingebunden sein. Manche Unternehmen experimentierten mit Führung auf Zeit oder die Wahl des Leiters durch die Kollegen.

Die Zeit drängt. Denn die Babyboomer-Generation geht in den Ruhestand.  Bis 2030 werden rund 6,1 Millionen Beschäftigte, dabei viele Fachkräfte, ausscheiden. Entlastung bringen könnten die Frauen. Immerhin ist deren Erwerbsquote zuletzt von 63 auf 72 Prozent gestiegen.  Wobei sie immer noch viel in Teilzeit arbeiten. Hier sieht Kast Luft nach oben. Oder die Senioren springen ein. Die Erwerbsquote der 60 bis 64jährigen hat sich von 21 auf 44 Prozent verdoppelt. Wer aber will, dass die Älteren sich länger engagieren, muss sie motivieren.

Ob Flüchtlinge den Arbeitsmarkt entlasten können, sieht Karst skeptisch. Gemäss den Schätzungen des Arbeitsamtes könnten zehn bis 15 Prozent qualifizierte Fachkräfte gewonnen werden – langfristig. Kurzfristige Effekte erwartet Karst nicht. Man wisse man gar nicht, wer wie lange bleibe oder doch zurückkehre.

Rudolf Kast, Tagesspiegel

 

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