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| Volker Deville prophezeit Abkehr vom bisherigen Rentensystem

Flexibles Renteneintrittsalter ist Mittel gegen Altersarmut

Flexibles Renteneintrittsalter ist Mittel gegen Altersarmut

Jetzt spricht sich Volker Deville, Zukunftsforscher der Allianz, für einen flexiblen Renteneintritt aus. „Wenn die Arbeitswelt flexibler wird, muss sich auch das Rentensystem anpassen,“ sagt er der „Welt“.

Deville reiht sich damit ein in den anschwellenden Chor derjenigen, die das bestehende Rentensystem für überholt halten. Dieses ist noch geboren aus einer Zeit mit festgefügten Arbeitsbiografien. Was aber, wenn die Arbeitszeit zunehmend selbst bestimmt wird, der Arbeitnehmer die Beschäftigungsintensität im Laufe des Lebens immer mal verändert – indem er zwischen Voll- und Teilzeit wechselt, auch mal eine Auszeit nimmt? Dabei länger lebt, länger gesund bleibt, also  länger arbeiten kann und will? Industrie 4.0 macht es möglich. Der Trend geht in diese Richtung.

Darauf muss Rentenabsicherung Rücksicht nehmen, so Deville. Die bestehenden Systeme – auch Betriebsrenten und private Altersvorsorge – müssen darauf abstellen. Wer länger arbeitet, könne länger auf die Rente sparen. Das wäre ein Mittel gegen Altersarmut. „Wenn wir wirklich zehn Jahre gesund älter werden, warum sollen wir nicht einen Teil der Zeit dafür nutzen, dass wir zusätzlich für unserer Rente sparen?“

Befürchtungen, seniore Kollegen hemmen die Produktivität, tritt er entgegen: „Wenn ein 50jähriger für eine Tätigkeit trainiert wird, dann ist er darin besser als ein untrainierter 20jähriger“, zitiert ihn die „Welt“.

Deville bestätigt den Trend, dass Betriebe zunehmend dazu neigen, verdiente Arbeitnehmer nach Renteneintritt halten zu wollen – in welcher Anstellungsform auch immer. Diese Entwicklung gilt aber vor allem für Hausangehörige. Arbeitnehmer 50plus, die einen neuen Arbeitgeber suchen, tun sich unverändert sehr schwer am Arbeitsmarkt.

welt.de_Warum die Rente mit 70 erstrebenswert sein kann

 

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