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| Demografische Wandel ist Städten weniger wichtig

Flüchtlinge stehen im Vordergrund

Flüchtlinge stehen im Vordergrund

Flüchtlinge stehen im Vordergrund. Wohnen ist das Zukunftsthema. Der demografische Wandel rückt in der Prioritätenliste der Städte nach hinten. Zumindest nach Auffasung der  121 (Ober-)Bürgermeister , die sich am „OB-Barometer“ des Deutschen Institutes für Urbanistik (Difu) beteiligten.

Die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen wird demnach als primäres Handlungsfeld und größte Herausforderung für die nächsten Jahre gesehen.

Die Zuwanderung ist für alle Städte, unabhängig von Größe und regionaler Lage, das wichtigste Aufgabenfeld, in dem der Handlungsbedarf sogar zugenommen hat. Ausnahme: In den größeren Städten Ostdeutschlands hat das Thema Flüchtlinge  im Vergleich zum Vorjahr etwa gegenüber dem Aufgabenfeld Wohnen an Bedeutung verloren.

Insgesamt gewinnt das Thema Wohnen in deutschen Großstädten an Brisanz: Die befragten Stadtspitzen sehen den Wohnungsbau und die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum als eines der drei aktuell wichtigsten Handlungsfelder in der eigenen Kommune. Sie schätzen Wohnen zugleich als eines der drei wichtigsten kommunalen Zukunftsthemen ein. Auch ist der Wunsch nach einer Verbesserung der kommunalen Rahmenbedingungen durch EU, Bund und Länder im Vergleich zum VorFlhr beim Thema Städtebau und Wohnen am deutlichsten angestiegen.

Wie auch schon 2015 bleiben die Finanzlage und die Haushaltskonsolidierung das zweitwichtigste Handlungsfeld in der eigenen Kommune.

Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft (Stichwort „Smart City“) ist im Vergleich mit 2015 ebenfalls stärker ins Blickfeld gerückt.

Zwar spielt das Thema Demografischer Wandel expressis verbis eine kleinere Rolle als früher. Er ist aber bei den Themen Wohnen, Digitalisierung weiter mit dabei.

Die Ergebnisse der Umfrage korrelieren in gewisser Weise mit den Prioritäten der Wohnungsbauindustrie (DW). Auch sie stellt die Schaffung bezahlten Wohnungsraumes vorenan, der demografische Wandel rückt nach hinten. Die Tagespolititk, so scheint es, übernimmt wieder.

Das „OB-Barometer“ ist eine seit 2015 jährlich durchgeführte Befragung der (Ober-)Bürgermeister der deutschen Städte (bzw. stellvertretende Personen) ab 50.000 Einwohner. Sie wird vom Deutschen Städtetag und vom Deutschen Städte- und Gemeindebund unterstützt und hat zum Ziel, anhand von vier Fragen frühzeitig Veränderungen in diversen kommunalen Handlungsfeldern sichtbar werden zu lassen. (Bild: Difu)

difu.de_ob_barometer_2016

DW: barrierefreies-bauen-besitzt-keine-prioritaet

 

 

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