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| Wer jünger aussieht, lebt auch länger

Gene und Veranlagung bestimmen Lebenspanne

Gene und Veranlagung bestimmen Lebenspanne

Welche Faktoren verlängern Leben? Es sind nicht nur die Gene, es ist eine Mixtur aus Veranlagung und Lebenstil, sagt Professor Dr. Christoph Englert vom Leibniz-Institut für Altersforschung in Jena in der Medical Tribune. 

„Die Gene setzen den Rahmen. Die Umwelt und unser Verhalten entscheiden darüber, wie wir ihn ausfüllen“, zitiert die Zeitschrift den Wissenschaftler.

Altern gilt als biologische Rätsel. Bis heute wird geforscht, warum Vielzeller wie der Mensch es nicht schaffen, den Zellenverfall aufzuhalten. Warum wir dennoch unsere Lebenspanne in den letzten hundert Jahren spürbar verlängert haben. Warum manche Menschen trotz exzessiven Lebenstils länger leben, andere trotz dauernhafter Askese aber nicht.

Die bislang älteste Frau der Welt, eine Französin, starb mit 122 Jahren. Sie rauchte bis zum ihrem 117. Lebensjahr. Manche Familien knacken mühelos die 100 Jahre Grenze, andere scheitern stets bei 80 Jahren.

Forscher wie Englert sehen ein „genetisches Privileg“, das Alter disponiert. Züricher und Jenaer Forscher haben kürzlich Gene isoliert, die für den Alterungsprozess verantwortlich sind und die mit lebensverlängernder Wirkung manipuliert werden können.

Noch wichtiger sei aber der Lebenstil, so Englert. Besagte Französin etwa schlief viel. Englert nennt weitere förderliche Faktoren wie Sport, gesunde Ernährung, Verzicht aufs Rauchen – sozioökonomische Faktoren und Wohnsituation (z.B. Zugang zu guter medizinischer Versorgung).

Wichtig ist auch ein Leben in Einklang mit sich. Wer viel Sport treibt, dazu aber eigentlich keine Lust hat und sich nur selbst Stress bereitet, wird kaum Effekte hinsichtlich der Verlängerung der Daseinsspanne erzielen.

Studien zeigen zudem, dass das wahrgenommene Alter mit der Lebenserwartung korreliert: „Je jünger jemand aussieht, um so länger lebt er“, so Englert. Dieses wahrgenommene Alter wiederum wird negativ beeinflusst durch Sonnenexposition, Rauchen und niedrigen BMI, positiv wirken sich hoher Sozialstatus, niedrige Anlage für Depressionen und die Ehe aus.

Die Forschung hat ohnehin nicht das unbedingte Ziel, den Tod zu verzögern. Es geht vielmehr darum, die Lebensspanne möglichst bis zum Ende gesund zu leben.

Medical Tribune_Ursachen für das Altern

DW: Forscher entdecken Altersgen

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