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| Zwölf Prozent der 65plus können sich ein Leben in der Wohngemeinschaft vorstellen

Immer mehr Alte unter einem Dach mit Jungen

Immer mehr Alte unter einem Dach mit Jungen

„Alt und Jung unter einem Dach, das war früher selbstverständlich – oft mangels anderer Möglichkeiten. Wer sich heute freiwillig darauf einlässt, braucht Offenheit, Neugierde – und zugleich gesunden Abstand“, schreibt Michael Prellberg auf dem Portal siebenjahrelaenger.

30 Prozent der Senioren leben heute als Singles, aber nur die wenigsten tun es freiwillig, so Prellberg. Die meisten hätten lieber Gesellschaft, nur woher nehmen?  „Wahlverwandtschaften“ oder sogar „Wahlfamilien“ zitiert Prellberg den Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski, bilden die neue Familie. Senioren suchen zunehmend Mitbewohner und Lebensabschnittsgefährten im Alter – die neue Wohnform heisst Senioren-WG, Mehrgenerationenhaus oder gemeinsames Wohnen mit jungen Menschen.

28 Millionen Deutsche sind 60plus. Gut 90 Prozent von ihnen wohnen in Ein- oder Zwei-Personen-Haushalten. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts Destatis schrumpfte die Zahl der Vier- und Drei-Generationen-Haushalte von 351.000 im Jahr 1995 innerhalb von zwei Jahrzehnten auf 209.000, ein Rückgang um 40 Prozent auf nur noch 0,5 Prozent aller Haushalte.

Noch seien die neuen Wohnformen daher selten, wohl ein Prozent aller Haushalte, schreibt Prellberg. Aber das Interesse an ihnen wächst. Laut der Generali „Altersstudie“ können sich 12 Prozent  das Leben in einer Wohngemeinschaft mit anderen älteren Menschen und 19 Prozent in einem Mehrgenerationenhaus vorstellen.

Gemäss dem Bundesamt für Statistik leben  64.000 65plus in einer Senioren-WG – doppelt soviele wie vor 20 Jahren. Tendenz weiter steigend. (Bild: GDV)

positionen.gdv.de_gemeinsam-statt-einsam

 

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