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| Bundesverwaltung ist besonders alt

Jeder Vierte im öffentlichen Dienst ist über 55 Jahre alt

Jeder Vierte im öffentlichen Dienst ist über 55 Jahre alt

Die rund 4,6 Millionen im öffentlichen Dienst Beschäftigten waren 2016 im Durchschnitt 44,6 Jahre alt. Allerdings unterscheidet sich die Altersstruktur der Angestellten, Beamten, Richter und Soldaten stark zwischen den Beschäftigungsbereichen.

Im Vergleich zu den Ländern und Kommunen ist die Bundesverwaltung besonders alt, wenn die überwiegend jungen Berufs- und Zeitsoldaten nicht berücksichtigt werden. Zudem sind selbst bei Ausschluss der meist männlichen Soldaten nur etwas mehr als ein Drittel der Bundesbeschäftigten weiblich. Auf der Ebene der Länder und Kommunen ist der Frauenanteil an den Beschäftigten mit über 60 Prozent deutlich höher. Das Personal im Landesbereich ist tendenziell etwas jünger als im kommunalen Bereich.

Verschiedene Aufgabenfelder und historische Entwicklungen sind wesentliche Gründe für die Unterschiede in der Beschäftigtenstruktur von Bund, Ländern und Kommunen. So ist zum Beispiel ein großer Anteil der Landesbeschäftigten als Lehrer tätig. Diesen Beruf üben mehrheitlich Frauen aus. Darüber hinaus wurden zwischen 1960 und 1980 viele junge Lehrer eingestellt, um die Babyboomer-Jahrgänge zu unterrichten, während es danach lange Zeit weniger Einstellungen gab. Erst in jüngerer Zeit werden wieder mehr Lehrer gesucht, um die nun in den Ruhestand gehende alte Lehrergeneration zu ersetzen. Beides beeinflusst grundlegend die Personalstruktur der Länder.

Im öffentlichen Dienst ist durchschnittlich jeder vierte Beschäftigte über 55 Jahre alt und geht damit bis 2025 in den Ruhestand. Im Verkehrs- und Nachrichtenwesen beträgt der Anteil der älteren Erwerbstätigen sogar mehr als ein Drittel. Vergleichsweise jung ist dagegen das Personal im Aufgabenbereich Verteidigung sowie an Hochschulen. (Bild: BiB/demografieportal 2017

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