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| Dobrindt erteilt Forderungen eine Absage

Keine Pflichttests für Autofahrer 75plus

Keine Pflichttests für Autofahrer 75plus

Die 54. Verkehrsgerichtstag in Goslar ist vorbei und mit ihm wohl auch die Debatte um verbindliche Testfahrten für 75plus. „Pflichttests für Senioren am Steuer wird es nicht geben“, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) jetzt der „Bild am Sonntag“. Sicheres Autofahren sei keine Frage des Geburtsdatums.

Ausgangspunkt der Debatte war eine Empfehlung der Unfallforschung der Versicherer (UDV), Berlin, ältere Führerscheinbesitzer zu verpflichten, von Zeit zu Zeit in ihrem Fahrverhalten von externen Beobachtern begutachten zu lassen. Diese Testfahrten sollten keine zweite Führerscheinprüfung bedeuten. Die Ergebnisse sollten dem Senior nur persönlich zugehen, die Behörden erhielten keine Kenntnis. Hintergrund: Bei  75plus gebe ein signifikantes Ansteigen der Quote eigenverursachter Unfälle.

Der Vorschlag schlug hohe Wellen – nicht nur auf dem Verkehrsgerichtstag vergangene Woche.  Der Deutsche Anwaltsverein sprach sich sofort für verpflichtende Gesundheitstests aus. Die Grünen forderten Gleiches. Der ADAC widerum pochte auf Freiwilligkeit.

Dobrindt will die Akte schliessen und das Thema beenden. Er verwies in der BamS auf die aktuellen Unfallstatistiken nach denen die Altersgruppe ab 65 Jahren (21 Prozent Bevölkerungsanteil) im Jahr 2014 knapp 40.000 Unfälle verursachte. Die 18- bis 24-Jährigen (knapp acht Prozent Bevölkerungsanteil) waren demnach für rund 53.000 Unfälle verantwortlich. Beteiligt an Verkehrsunfällen waren demnach 70.856 Senioren und 86.882 junge Erwachsene.

DW: Unfallforscher fordern Test für Seniorfahrer

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