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| Nachlass liegt häufig in strukturschwachen Gebieten

Länder erben immer mehr Häuser

Länder erben immer mehr Häuser

Der Staat ist mittlerweile der größte Erbe von Wohnhäusern in Deutschland. Die 16 Bundesländer seien auf dem Wege der Erbschaft mittlerweile Allein- oder Miteigentümer von rund 10 000 Wohnhäusern und privaten Liegenschaften geworden, heisst es in Presseberichten.

Den Rekord hält demnach Bayern, in dessen Besitz sich  7251 Wohnhäuser  befinden. Danach folgen Hessen (742) und Thüringen (581).

Hintergrund ist die zunehmende Zahl an Alleinstehenden ohne Hinterbliebenen oder Nachfahren, die das Erbe ausschlagen, weil es nicht abbezahlt ist oder seine Instandhaltung zu aufwändig wäre.

Der scheinbare Segen ist für die Länder eher eine Last. Denn hinterlassen wird manchmal nur ein Anteil und das Land findet sich plötzlich in einer komplizierten Erbengemeinschaft wieder. Zum Andern erben die Länder nicht dort, wo die Immobilienpreise – und mit ihnen die Mieten – hoch sind, sondern eher in strukturschwachen Gebieten mit zunehmender Abwanderung und hohem Leerstand, Schrottimmobilien inklusive.

Entsprechend gibt es in Stadtsaaten wie Bremen oder Berlin, wo die Grundstückspreise höher und stabiler sind, keine vergleichbare Entwicklung.

Daher können die Länder die unverhoffte Hinterlassenschaft auch nur selten zur Linderung er Wohnungsnot einsetzen. Denn es gilt: Deutschland hat zwar insgesamt ausreichend Wohnraum, er liegt nur falsch verteilt.

stuttgarter-zeitung.de

 

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