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| Krankenhäuser haben bei der Digitalisierung den Anschluß verloren

Mehr Innovationen für das Gesundheitswesen

Mehr Innovationen für das Gesundheitswesen

Mehr Innovationen für das Gesundheitswesen. Diese Grundforderung transportierte der 19. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin vergangene Woche. 

Auf der Eröffnungsveranstaltung forderte Annette Widmann-Mauz (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesgesundheitsminister vor allem „nützliche Innovationen“ (DW). Der Begriff Innovation sei „kein Gütesiegel an sich, sondern Nutzen müsse evidenzbasiert nachgewiesen werden“, so Widmann-Mauz. Die Innovationsstrategie der Bundesregierung sehe dafür drei Voraussetzungen: Erstens müssten „echte Innovationen einen wirklichen Fortschritt für Lebensqualität und Lebenschancen“ bringen. Zweitens müssten sich Innovationen am Versorgungsbedarf orientieren. Und drittens dürften wirkliche Innovationen „keine Eintagsfliegen“ sein.

Der frühere Berliner Gesundheitssenator und heutige Kongresspräsident des Hauptstadtkongresses, Ulf Fink, forderte eine „Innovationskultur“: „Dafür muss man bereit sein, etwas zu riskieren“.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sprach sich für intensiveres Engagement der Wirtschaft in der betrieblichen Gesundheitsförderung aus. Nur 20 Prozent der Betriebe seien in diesem Bereich aktiv, kritisierte die Ministerin. Zu „gesundem Arbeiten“ gehörten aber auch selbstbestimmtere Arbeitszeiten. Nahles beschrieb Software-Innovationen wie ein „Schicht-Doodle“, bei dem über Software die Arbeitszeitwünsche aller Mitarbeiter optimal berücksichtigt werden könnten.

Vor dem Hintergrund, dass mit zunehmender Digitalisierung auch die Anforderungen an die Qualifikation und Weiterbildung der Arbeitnehmer steigen, sprach sich Arbeitsministerin Nahles dafür aus, die Bundesagentur für Arbeit in eine „Bundesagentur für Arbeit und Qualifikation“ umzugestalten.

Eine konkrete Innovation präsentierte der US-amerikanischen Pioniers der regenerativen Medizin, Anthony Atala. Der Forscher und sein Team beschäftigen sich am Wakefield Forest Institute mit der künstlichen Erzeugung menschlichen Gewebes und menschlicher Organe aus körpereigenen Zellen. Patienten leben bereits mit Organen aus Atalas Labor, wie etwa mit einer Harnblase, einer Vagina und Knochensegmenten. Ziel der Wissenschaftler ist es, die Transplantationsmedizin von ihrem Engpass bei Spenderorganen zu befreien.

Der Managementkongress Krankenhaus Klink Rehabilitation machte deutlich, daß deutsche Kliniken – etwa im Vergleich zu skandinavischen Ländern – bei der Digitalisierung in Rückstand geraten sind.  Cyberangriffe auf Krankenhäuser waren Thema.

Das Deutsche Ärzteforum blickte auf Innovationen in Diagnostik und Therapie, die mit Nanotechnologien und auf die genomisch auf den Patienten abgestimmten Behandlungsmethoden derzeit vor allem die Onkologie revolutionieren. Neue, wirkungsvollere Strategien gegen Krankenhausinfektionen mit resistenten Erregern wurden präsentiert.

Die Veranstalter zeigten sich zufrieden: Die „Leitveranstaltung der Gesundheitsbranche“, die bereits zum neunzehnten Mal stattfand, habe mehr als 8.000 Teilnehmer in den Berliner CityCube gezogen. (Bild: Hauptstadtkongress)

http://www.hauptstadtkongress.de

DW: deutschen-krankenhaeusern-fehlen-milliarden/

DW: die-telematikinfrastruktur-kommt-zu-langsam-voran/

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