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| GAK-Programm fördert künftig mehr als Landwirtschaft

Niedersachsen nimmt 19 neue Regionen in die Dorfentwicklung auf

Niedersachsen nimmt 19 neue Regionen in die Dorfentwicklung auf

Niedersachsen nimmt 19 neue Dorfregionen in sein Dorfentwicklungsprogramm auf.  Zusammen fördert das Land jetzt 304 Dorfentwicklungsverfahren. Finanziert wird das Ganze auch aus dem GAK-Programm der Bundesregierung, das diese jetzt ausweiten will.

Die nun ermittelten Regionen hatten sich schon Sommer 2015 erfolgreich um eine Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm bemüht.

Mit der Antragstellung erklären sie, welchen Weg sie gehen wollen. Je nachdem, ob es sich um eine Region mit erkennbaren Wachstumspotenzialen, mit stagnierender Entwicklung oder mit erkennbar rückläufigen Tendenzen handelt, entscheiden sich die Gemeinden für eine Entwicklungs-, eine Stabilisierungs- oder eine Anpassungsstrategie.

„Mit dem Dorfentwicklungsprogramm haben wir die demografischen Veränderungen im Blick, die sich unmittelbar auf die Dörfer auswirken, vor allem auch auf die Dorfkerne“, erläuterte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer.  Ein Schwerpunkt der Dorferneuerung soll die Revitalisierung der Ortskerne sein. Als Beispiel nannte Meyer neue Nutzungsmöglichkeiten leer stehender Bausubstanz.  Das soll auch den Neubaudruck im Umland verringern.

Dabei werde wesentlich mehr auf die Mobilisierung der eigenen Entwicklungskompetenzen der Dörfer gesetzt, gleichwohl aber die Unterstützung notwendiger Investitionen im Auge behalten.

Die Dorfentwicklung wird gefördert mit Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Hier stehen aus Bundes- und Landesmitteln allein im Jahr 2016 insgesamt 27,8 Millionen Euro für die Förderung öffentlicher und privater Vorhaben zur Verfügung.

Könnte in Zukunft noch mehr werden. Denn GAK will die Bundesregierung ausweiten. Auf einen entsprechenden Gesetzentwurf hat sich das Kabinett nun geeinigt. „Wir entwickeln damit die GAK zu einem starken politischen Steuerungsinstrument weiter“, erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), der die Eckpunkte der geplanten Novelle in der Regierungsbefragung des Bundestages vergangene Woche vorstellte. Perspektivisch würden nicht mehr nur Landwirte allein von der Förderung profitieren, sondern die „Menschen in den ländlichen Regionen insgesamt“.

Das GAK-Förderspektrum soll um Maßnahmen zur Unterstützung ländlicher Infrastruktur ausgeweitet werden. Erstmals sollten Investitionen in außerlandwirtschaftlichen Bereichen gefördert werden können – vorausgesetzt, dass sie für die Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge auf dem Land bedeutsam sind. „Auch ein Friseur, ein Bäckereibetrieb oder der Bau eines Multifunktionenhauses, in dem beispielsweise Arztpraxen untergebracht sind, könnten so unterstützt werden“, so Schmidt. Darüber hinaus sei vorgesehen, Investitionen zu fördern, die dem ländlichen Tourismus dienen und zur Verbesserung des kulturellen und natürlichen Erbes von Dörfern beitragen.

Für GAK stehen im laufenden Jahr insgesamt 650 Millionen Euro zur Verfügung, das sind 60 Millionen mehr.

Allerdings muss noch konkretisiert werden, was gefördert wird – und was nicht. Der Minister verspricht: „Keine Gießkanne“

bundestag.de_regierungsbefragung

demografie-portal.de_Dorfentwicklungsprogramm_Laendlicher_Raum

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