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| Wie Väter und Mütter bis 2030 entlastet und ihr Einkommen steigern könnte

Prognos skizziert „forcierte Familienpolitik“

Prognos skizziert „forcierte Familienpolitik“

Eine engangierte Politik könnte die sozioökonomische Situation von Familien in 2030 deutlich verbessern. So das Fazit des Prognos Institutes, dass jetzt für das Bundesfamilienministerium einen Zukunftsreport zum Thema erstellt hat.

Die Berliner verstehen darunter „gesetzliche und tarifliche Regelungen, die Eltern insbesonders Arbeitszeitflexibilität ermöglichen“. Diese Regelungen sollten durch staatliche Subventioenn ergänzt werden, um Einkommensausfälle zu kompensieren.

Väter und Mütter erwarten mehr partnerschaftliche Regelungen
Prognos: Es müsse gelingen, mit einer „forcierten Familienpolitik“ den Wünschen der Mütter und Väter nach einer partnerschaftlichen Aufteilung von Familie und Beruf zu entsprechen. Diese sehen sich durch hohe Erwartungen häufig unter Druck. Starre Rahmenbedingungen tun ein Übriges.

Haushaltseinkommen könnte erheblich steigern
Der Lohn: Das Haushaltseinkommen von Familien könne um durchschnittlich 1.400 € steigen. Die Zahl der Eltern und Kinder, die armutsgefährdet sind, könne um rund 470 Tsd. Personen zurückgehen. Die Zahl der Personen in Haushalten mit SGB-II Bezügen kann sogar um rund 670 Tsd. Personen sinken. Bis 2030 können rund 790 Tsd. Mütter mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein.

Positive Auswirkungen auf Gesamtwirtschaft
Die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft wären positiv. Der Anstieg der Erwerbstätigenquote sowie der Erwerbsumfänge führten zu einem Anstieg des Arbeitsvolumens um 3,2 Prozentpunkten. „Das führt im Chancen-Szenario bis 2030 zu einer spürbaren Erhöhung des Bruttoinlandprodukts um rund 70 Mrd. €.“

Ausgangspunkt der untersuchten Szenarien sind die Lebenswünsche und Ziele der Mütter und Väter sowie zentrale Trends der vergangenen 10 Jahre. Ungefähr ein Drittel der Familien wird weiterhin in Lebensgemeinschaften oder alleinerziehend leben, schätztz Prognos. Familienpolitik sollte diesen Lebenswirklichkeiten Rechnung tragen und ihre Leistungsfähigkeit im Steuersystem berücksichtigen. Auch mit Blick auf den Trend zur Partnerschaftlichkeit müsste die Besteuerung von Familien überdacht werden, denn mit zunehmender Partnerschaftlichkeit liegen die Einkommen in immer mehr Familien näher beieinander und erfordern moderne steuerliche Regelungen. (Bild: Prognos)

prognos.com_Familie2030

 

 

 

 

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