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| Europäische Studie untersucht Wohnumfelder

Schlechtes Wohnen verstärkt Gesundheitsrisiko

Schlechtes Wohnen verstärkt Gesundheitsrisiko

Neue Erkenntnisse zur Wahl des Wohnumfeldes. Europäer, die in Häusern mit ungesunden Wohn- und Innenraumbedingungen leben, haben durchschnittlich mehr Gesundheitsprobleme und leiden häufiger an grippeartigen Symptomen und Müdigkeit.

Dies zeigt eine neue Studie des Hausausrüsters Velux und der Humboldt-Universität. Die Studie verweist auf fünf Merkmale ungesunder Wohnumfelder – gerade auch für Senioren. Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld und Gesundheit gehen Hand in hand.

Für das “Healthy Homes Barometer” wurden 14.000 Europäer aus 14 Ländern befragt.

Die Studie zeigt fünf Merkmale europäischer Wohnumfelder, die auf das Wohlbefinden Einfluss nehmen: Schlafbedingungen, angenehme Raumtemperaturen, genügend Tageslicht, frische Luft und angemessene Luftfeuchte.

Bei Europäern, die in kalten Häusern wohnen oder Schimmel in ihrem Zuhause haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Krankheiten wie Atemwegs- oder Kehlkopfinfektionen leiden, um 50 %. Unter den Europäern mit Schimmel im Haus haben bis zu 60 % eine trockene Kehle oder Halsschmerzen. Bei Europäern ohne Schimmel im Haus liegt dieser Anteil bei 40 %. 78 % der Europäer wohnen in Häusern, in denen es im vergangenen Winter mindestens einmal zu kalt war. Bei 15 % ist dies immer oder meistens der Fall.

Wenn das Wohnumfeld guten Schlaf zulässt, besteht bei Europäern eine 50 % höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie bei guter Gesundheit sind. 71 % der Europäer finden zu Hause keine optimalen Schlafbedingungen vor. Jeder Dritte gab an, dass seine Schlafqualität in den vergangenen vier Wochen entweder sehr schlecht oder ziemlich schlecht gewesen sei.

Viel Tageslicht halbiert das Risiko, sich schlapp zu fühlen. 40 % der Europäer, die nicht genug Tageslicht in ihrem Wohnzimmer haben, fühlen sich nie oder sehr selten fit. Bei angemessenem Tageslichtniveau sinkt der Anteil auf 23 %.

Menschen, die zu Hause nie lüften, leiden doppelt so häufig an Müdigkeit wie Menschen, die zwei- bis viermal täglich lüften.  59 % der Europäer lüften weniger als zweimal am Tag.

Gesundes Wohnen ist nicht nur gut für den Körper. Es steigert  die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld. Ein guter Schlaf, viel frische Luft, viel Tageslicht und angemessene Luftfeuchte tragen am meisten zur Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld bei.

Wenn es um Wohnzufriedenheit geht, ist den Menschen eine angenehme Innenraumtemperatur wichtiger als die Heizkosten.

“Die Tatsache, dass die Faktoren für gesundes Wohnen auch die Faktoren sind, die unsere Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld steigern, bringt frischen Wind in die öffentliche Debatte über nachhaltigen Wohnungsbau. Meiner Meinung nach müssen wir damit anfangen, in Sachen nachhaltiges Wohnen über den Tellerrand hinaus zu blicken und uns nicht nur auf Energiesparen zu konzentrieren, sondern auch auf die Gesundheit und eine hohe Lebensqualität”, so Michael K. Rasmussen, Marketingleiter der Velux Gruppe.

Healthy Homes Barometer 2016

 

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