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| Andreas Kruse im Interview mit Zeitwert

„Selbstgestaltung wird mit zunehmenden Alter bedeutsamer“

„Selbstgestaltung wird mit zunehmenden Alter bedeutsamer“

Zeitwert, das Magazin des Generali Zukunftsfonds, hat in seiner neuesten Ausgabe eine sehr lesenswertes Interview mit Professor Andreas Kruse, Direktor des Heidelberger Institutes für Gerontologie, geführt. Kruse, in diesem Jahr selbst 60 geworden, plädiert für eine neues Verständnis von Alter. Alter sei Freiheit, „Selbstgestaltung wird mit zunehmenden Alter bedeutsamer.“ „Alter ist für mich eine Lebensphase, in der ich Dinge erlebe, die ich als junger Mann nicht erleben konnte: ein noch ungezwungeres, von noch mehr Spontanität bestimmtes Zusammenleben mit meinen Kindern und Enkeln zum Beispiel (…) Das Altern ist eine Phase, in der wir das Selbst differenzierter wahrnehmen, in der die Frage der Lebensgestaltung noch einmal Bedeutung gewinnt.“

Altern sei doch sehr attraktiv. „Ich würde jederzeit ein Kompliment dafür aussprechen, wenn jemand im Alter den Elan, das Schöpferische, das Aufgeweckte sowie Ästhetik und Erotik verköprert – und dabei eine Ästhetik und Erotik, die sich nicht auf Jugend schminkt, sondern die das eigene Altern und Alter überzeugend lebt und ausdrückt.“

Kruse findet, dass Alter heute offener und optimistischer bewerte werde als noch vor zehn Jahre. In der Gesellschaft herrsche heute Konsens, dass Altern „Potential“ biete“. Neu sei auch die „differenziertere Bewertung des hohen Alters“. Gleichwohl müsse die Politik dran bleiben: „Wir müssen eine Umwelt herstellen, in der auch Menschen mit schweren Einbussen Achtung entgegen gebracht wird.“ Die Wissenschaft sei gefordert, ihre Ergebnisse besser zu erklären: „Nehmen wir uns genug Zeit für den wissenschaftlichen Transfer unserer Erkenntnisse?“

Zeitwert3_2015_Interview mit Andreas Kruse

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