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| Michaela Grimm sieht in die Glaskugel - erkennt aber nicht viel

Welche Zukunft haben Menschen, die 2016 geboren werden?

Welche Zukunft haben Menschen, die 2016 geboren werden?

Welche Zukunft haben Menschen, deren Geburtsjahr 2016 ist – deren Menschenalter also noch komplett vor ihnen liegt? Und dieses könnte mit 50Prozentiger Wahrscheinlichkeit sogar 100 Jahre währen. Michaela Grimm von der Allianz Versicherung in Österreich hat versucht, anhand von Studien und Prognosen in die Zukunft zu sehen.

Ihr Ergebnisse hat sie jetzt auf tt.com ausgebreitet. Wer Science Fiction erwartet, dürfte enttäuscht sein. Die Liste liest sich eher als „WünschDirwas“ aus heutiger Sicht.

So prognostiziert Grimm, dass sich Kindergärten mehr als bisher mit den digitalen Medien beschäftigen werden, Lesen und Schreiben lernen verschiebe sich in die Vorschule. In der Schule würde man künftig mehr „Chinesisch und Arabisch“ unterrichten und die Kids treiben mehr Sport. Damit sie nicht zu dick werden.

Laut tt.com schätzt Grimm, dass rund 40 Prozent der 2016-Jahrgänge sich für ein Studium entscheiden, der Rest will sofort in die Berufswelt einsteigen. Handwerkliche Berufe wie Zimmermann, Elektriker oder Maurer wird es auch in Zukunft noch geben.  Aber natürlich kommt die Digitalität und mit ihr die Roboter, d.h. die Arbeit wird anspruchsvoller, und die Facharbeiter fehlen.

2034  sind die Babyboomer endgültig in Rente und unser 2016 geborenes Baby gerade volljährig. Allein unter Alten, 2,4 Millionen Menschen 65plus leben dann in Österreich.  Kein schlechter Ausgangspunkt für den Berufsstart, die Wirtschaft sucht händeringend Nachwuchs. Grimm prophezeit, dass Letzterer dann in seinem Leben durchschnittlich 1,5 Millionen Euro brutto – oder 1,07 Millionen Euro netto verdienen kann.

Warum dann bei soviel Wohlstand aber das Einkommen für ein Paar zum Leben nicht reicht, wie Grimm bei tt.com zu Protokoll gibt, bleibt ihr Geheimnis. Mann und Frau werden also beide arbeiten, er hilft zuhause aber mehr beim Abwasch. Das Kind geht derweil auf einer dieser vermehrt exitistierenden Ganztagsschulen.

Natürlich steigen die Geburtenzahlen.

In den 2080er Jahren kommt dann der flexible Renteneintritt, er wird Pensionist mit Beraterfunktion. tt.com zitiert Grimm. „Leben werden viele Senioren in Wohngemeinschaften, das verspreche nicht nur Unterhaltung, sondern im Fall der Fälle stehe ein mobiler Pflegedienst bereit. Dort genießen sie ihren Lebensabend und feiern gemeinsam so manchen 100. Geburtstag.“

Fazit: Bisschen viel schöne Welt – gesehen durch die Brille der Aktualität. So etwa beim Thema „Arabisch“ – der Anteil arabisch sprechender Arbeitnehmer und die Bedeutung des Nahen Osten als Handelspartner ist unverändert gering. Wahrscheinlicher, dass die Weltsprache Englisch – und Spanisch – weiter Aufschwung nehmen. Warum wollen nur so wenige studieren? Vor allem, weil doch gerade Studienabgänger mehr gefragt sein werden und hier der Verdienst liegt. Beispiel: Digitalität – die Dynamik des Thema Industrie 4.0 ist gar nicht erfasst und damit auch nicht sein Einfluss auf die ökonomische Entwicklung. Beispiel: Paarbeziehung – wird das Ideal der Dauerehe so bleiben? Und bedeutet Wohlstand wirklich vermehrt Kinderwünsche?

Wir bleiben gespannt.

tt.com_eine Millionen Jahre und 100 Jahre baby

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