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| Migrationsbericht der Bundesregierung

Zuwanderung so hoch wie nie

Zuwanderung so hoch wie nie

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière hat in Berlin den neuen Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vorgestellt. 2014 gab es die höchste Zuwanderung und den höchste Wanderungssaldo seit 1992. 2015 ist aufgrund der starken Asylzuwanderung erneut mit deutlichem Anstieg der Zuzüge zu rechnen.

Die Zuwanderung hat sich 2014  um 19 Prozent erhöht, die Zahl der Fortzüge stieg um 15 Prozent, der Wanderungsgewinn beträgt 550.000 Personen.

Die EU-Binnenmigration macht 55 Prozent des gesamten Zuwanderungsgeschehens nach Deutschland aus. Obwohl die absolute Zahl der Zuzüge von Unionsbürgern weiter gestiegen ist, ist der Anteil der EU-Binnenmigration an der Gesamtzuwanderung aufgrund der überproportionalen Zunahme der Asylzuwanderung rückläufig.

Aufgrund der Zunahme von Krisenherden auf der Welt hat sich der Anstieg der Asylbewerberzahlen im Vergleich zum Vorjahr fortgesetzt (+60 Prozent auf 203.000 Antragsteller). In diesem Zusammenhang verzeichnete auch die rreguläre Migration eine Zunahme. Im Jahr 2015 hat die Zuwanderung, insbesondere aufgrund der stark gestiegenen Asylanten, weiter deutlich an Dynamik gewonnen. So stieg die Zahl der Asylantragstellenden in den ersten elf Monaten des Jahres 2015 (425.000 Personen) um 134 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Registrierungen von Asylsuchenden im sog. EASY-System lag im gleichen Zeitraum deutlich höher (965.000 Personen).

Der Zuzug von Fachkräften aus Staaten außerhalb der Europäischen Union stieg 2014 um 13 Prozent an.

Hauptherkunftsland der Zugewanderten ist weiterhin Polen, seit 1996. Die Zuzüge aus Rumänien und Bulgarien steigen seit dem EU-Beitritt im Jahr 2007 kontinuierlich an.
Seit dem EU-Beitritt zum 1. Juli 2013 nehmen auch die Zuzugszahlen aus Kroatien merklich zu.

In Deutschland hat jeder fünfte Einwohner einen Migrationshintergrund, bei Kindern unter zehn Jahren liegt dieser Anteil bereits bei etwa einem Drittel.

BAMF_Migrationsbericht 2014

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