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| Gefordert sind Verbesserungen für Senioren in drei Bereichen

Zweiter Weltaltenplan wird überprüft

Zweiter Weltaltenplan wird überprüft

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Zweiten UN-Weltaltenplans wird in diesem Jahr der Stand der Umsetzung überprüft. Wer sich interessiert – die Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik hat die Inhalte der Dokumente zusammengefasst.

Der  zweite UN Weltaltenplan (Madrid International Plan of Action on Ageing – MIPAA) wurde 2002  auf der Zweiten Weltversammlung zu Fragen des Alterns verabschiedet.  Er ist ein umfangreicher Aktionsplan für Regierungen und die Zivilgesellschaft, um eine Gesellschaft für alle Lebensalter zu schaffen. Grundlage war der 1982 in Wien verabschiedete Erste
UN Weltaltenplan, der dann umfassend überarbeitet wurde. MIPAA formuliert  globale Ziele für den Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels und drei  Aktionsrichtungen:

1. Ältere Menschen und Entwicklung – das bedeutet u.a:

  • Arkennung des sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beitrags älterer Mensche
  • Beteiligung älterer Menschen an Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen
  • Beschäftigungschancen für alle älteren Menschen, die arbeiten wollen
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse und der Infrastruktur in den ländlichen  Gebieten
  • Chancengleichheit während des gesamten Lebens im Hinblick auf Fort- und  Weiterbildung und Umschulung sowie Berufsberatung und Arbeitsvermittlung

2. Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden bis ins Alter – das ist u.a.:

  • Verringerung der kumulierenden Wirkung von Faktoren, die das Krankheitsrisiko und damit die potenzielle Abhängigkeit im Alter erhöhen.
  • Ausarbeitung von Politiken zur Verhinderung von Gesundheitsschäden bei älteren Menschen
  • Zugang zu Nahrungsmitteln und angemessener Ernährung für alle älteren Menschen
  • Beseitigung sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheiten auf Grund des Alters, des Geschlechts oder anderer Faktoren, einschließlich Sprachbarrieren, um sicherzustellen, dass ältere Menschen universellen und gleichen Zugang zur
    Gesundheitsversorgung haben.
  • Entwicklung und Stärkung der primären Gesundheitsversorgungsdienste, um den Bedürfnissen älterer Menschen Rechnung zu tragen und sie stärker in den Prozess einzubinden.

3. Schaffung  eines förderlichen und unterstützenden Umfelds – das ist u.a.:

  • Förderung des „Alterns im vertrauten Umfeld“ in der Gemeinschaft, unter gebührender Berücksichtigung individueller Präferenzen und bezahlbarer Wohnangebote für ältere Menschen
  • Verbesserung der Planung von Wohnraum und Wohnumfeld, um durch die Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Menschen, insbesondere solcher mit Behinderungen, eine selbständige Lebensführung zu fördern
  • Verbessertes Angebot von leicht zugänglichen und erschwinglichen Verkehrsmitteln für ältere Menschen
  • Angebot eines Kontinuums von Betreuung und Diensten für ältere Menschen aus verschiedenen Quellen sowie Unterstützung von Betreuungspersonen
  • Unterstützung älterer Menschen, insbesondere älterer Frauen, in ihrer Rolle als
    Betreuungspersonen

MPAA-Plan

 

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